Evil Dead (2013): Kritik zum Remake, Trailer und Vorbestellung

Remakes sind in Hollywood schwer in Mode. Die großen Studios wollen kein Risiko eingehen und setzten daher immer häufiger auf bekannte Franchises. Eine Neuauflage eines beliebten Klassikers ist da meistens eine sichere Wette. Gerade im Zombie- und Horrorgenre ist diese Entwicklung besonders auffallend. Sei es Dawn of the Dead, The Hills have Eyes oder Texas Chainsaw Massacre – sie alle beruhen auf Klassikern der 70er und 80er Jahre. So ist dies auch der Fall bei Evil Dead.

 

Der Evil Dead Horror-Klassiker von 1981

Der Film von 1981 der in Deutschland auch unter dem Namen Tanz der Teufel bekannt ist, war einer der prägendsten Filme des Genres und gilt heute zu Recht als Klassiker des Horrorfilms.Vielleicht lag es auch an dem unbestrittenen Kultstatus des Films von Sam Raimi, dass sich lange Zeit kein Regisseur daran versuchte eine Neuauflage des klassischen Materials in die Kinos zu bringen. Doch nun ist es soweit: Mit dem Einverständnis von Sam Raimi kommt nun 32 Jahre nach dem Erscheinen des Originals das Remake von Evil Dead in die Kinos. Die zahlreichen Trailer und die breit angelegte Marketingkampagne ließen bei vielen Fans die Hoffnung aufkeimen das  Fede Alvarez mit seiner modernen Interpretation des klassischen Stoffes eines der wenigen Horror-Highlights der letzen Jahre gelingen könnte. Wir haben uns den Film angeschaut und liefern auch die Kritik zu Evil Dead.

 

Evil Dead: Handlung der Neuverfilmung

Nachdem die drogensüchtige Mia nur knapp eine Überdosis überlebt hat, beschließen ihre Freunde mit ihr in einer abgelegen Waldhütte einen kalten Entzug durchzuführen. Alle sind auf ein hartes Wochenende eingestellt, aber was sie in den nächsten Stunden erwarten soll übersteigt alles Erdenkbare. Nachdem bei Mia die ersten Entzugserscheinungen eintreten, beschwert sie sich vehement über einen Verwesungsgeruch in der Hütte. Bei den Nachforschungen findet die Gruppe im Keller einen verlassenen Raum, in dem scheinbar eine okkulte Messe stattgefunden hat. Tote Katzen hängen an der Decke, an einem Pfahl wurde etwas verbrannt und auf einem Tisch liegt ein dickes Buch. Der neugierige Eric findet schnell Gefallen an dem Buch. Obwohl es mit unzähligen Warnungen und bizarren Zeichnungen übersät ist, liest er einige Zeilen des Buches laut vor. Dass dies keine besonders gute Idee war, wird schnell deutlich, denn er löst damit einen uralten Fluch aus, der  ihr Wochenende zum Höllentrip werden lässt. Mia ist die erste, von der der Dämon Besitz ergreift. Ihre Freunde bemerken dies jedoch anfangs nicht, und erklären sich Mias seltsames Verhalten mit den starken Entzugserscheinungen. Als sie merken, dass mit ihr etwas nicht stimmt, ist es schon zu spät und der Horror nimmt seinen Lauf.

 

FSK 18, trotzdem ungeschnitten in Deutschland

Die Befürchtungen vieler Fans des Originals können wir gleich entkräften. Der neue Evil Dead ist ein würdiger Nachfolger. Alvarez fokussiert sich bei seiner Inszenierung auf das Essentielle. Nachdem in den ersten Minuten die Charaktere eingeführt wurden, treibt er die Handlung schnell voran. Ihm gelingt es hervorragend von Anfang an eine bedrohliche Atmosphäre zu erzeugen. Und so wird dem Zuschauer schnell klar, dass dieser Ausflug nicht gut enden wird. Die Schockeffekte und Splattersequenzen, die einen wichtigen Teil des Films ausmachen sind überdurchschnittlich gut gelungen. Alvarez besinnt sich hier auf die Wurzeln. Er arbeitet bewusst mir sehr wenig CGI-Technik und setzt dafür auf die altmodischen Techniken des Genres.

 

Evil Dead: Vertrauen in die ursprünglichen Techniken des Horror-Genres

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Abgetrennte Gliedmaßen, dämonisch verzerrte Gesichter oder die Evil-Dead-typischen Kamerafahrten über den Waldboden sind allesamt perfekt inszeniert und tragen zur schaurigen Atmosphäre bei. Generell geht Alvarez bei seinen Splatterinszenierungen sehr weit. Da ist es eine unerwartete überraschend, dass der Film ungeschnitten in die deutschen Kinos kommt. Diese enormen Mengen an Kunstblut sind ansonsten eher in B-Movies aus der Videothek und nicht in großen Kinoproduktionen zu finden. Umso erfreulicher, dass sich Alavrez nicht den üblichen Hollywood-Gesetzmäßigkeiten anbiedert, sondern mit Evil Dead den Film abliefert den die Fangemeinde sehen wollte.

Fazit

Evil Dead ist kein weichgewaschener Hollywoodfilm geworden, sondern der dreckige Genrefilm, den sich die Horrorfilmgemeinde gewünscht hat. Alvarez fackelt in den 90 Minuten eine knallharte Splatterorgie vom Feinsten ab, wie man sie in deutschen Kinos selten gesehen hat. Der Film atmet den Geist des Originals und hat durchaus das Potential in 30 Jahren einen ähnlichen Klassikerstatus zu erlangen wie sein berühmter Vorgänger.

Evil Dead Youtube Trailer

In der Kritik: Evil Dead (2013)

Bewertung von: Adrian

Fazit: Evil Dead hat das Potential zum Klassiker!

Bewertung: 5 von 5 Sternen!

Beitrag von 

Adrian mag Zombieserien wie The Walking Dead oder Dead Set und lässt sich keinen guten Zombiefilm entgehen.