Review zu The Running Dead – Zombiefilm im Urlaubsparadies

Review zu The Running Dead – Zombiefilm im Urlaubsparadies

The Running Dead (Originaltitel: Dead Season) ist ein Zombiefilm ist aus dem Jahre 2012, der direkt auf DVD, Blu-ray und sogar in einer 3D Version veröffentlicht wurde. Regie führte der Amerikaner Adam Deyoe, der bisher schon für einige andere Horrorfilme, wie beispielsweise Psycho Sleepover, verantwortlich war. Nun also Zombies… Der Film hatte ein eher kleineres Budget und bekam in ein paar wenigen Bewertungen eher mäßige Noten. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die bei Zombiefilmen öfters der Fall ist und habe mich daher nicht abschrecken lassen!

The Running Dead – Die Handlung

the running dead poster

Filmposter zu The Running Dead

Der Film spielt in einem Amerika, in dem der Ausbruch der Zombie-Epidemie schon mehr als ein Jahr zurückliegt. Die meisten Menschen wurden infiziert, und so haben die Untoten die Kontrolle über das Land gewonnen. Die wenigen Menschen, die überlebt haben, müssen immer auf der Hut sein. Dazu gehören auch der ehemalige Sanitäter Elvis (Scott Peat, bekannt aus kleineren Rollen in CSI und Transformers) und Tweeter (Marissa Merrill), die sich zu Beginn des Films nur durch Funkkontakt kennen. Elvis plant sich ein Schiff zu besorgen, da er von einer Insel gehört hat, auf der es keine Zombies geben soll. Deshalb treffen sich die 3 – denn Tweeter kümmert sich um den 10 Jährigen Cody. Dieser dient aber (so viel sei verraten) nur der Demonstration, wie entschlossen (Andere würden wohl abgestumpft sagen) man in einer Welt voller Untoten sein muss, um selbst zu überleben.

Nachdem Elvis und Tweeter (ihre richtigen Namen verraten sie nicht – dies soll wohl zeigen, dass sie Niemanden richtig Vertrauen) auf der Insel ankommen, müssen sie feststellen, dass dies nicht das erhoffte Paradies ist. Die Pflanzen und Früchte sind ungenießbar und zu ihrem großen Pech gibt es doch „Monster“, wie die Zombies ab und an genannt werden, auf der Insel. Doch Schwein gehabt: Es gibt nicht nur Zombies, sondern auch andere Überlebende, die die beiden retten. Doch der Empfang ist alles andere als herzlich und es stellt sich schnell raus, dass die Gruppe um Anführer Kurt Conrad (James C. Burns) eine streng hierarchische Gemeinschaft darstellt, bei der alle beweisen müssen, dass sie nützlich sind. Dieser Charakter hat mich stark an den Governor aus The Walking Dead erinnert. Auch die Tochter von Kurt, die 17 jährige Rechel (Corsica Wilson) bekommt zu spüren, wer der Boss ist: Sie wird von ihrem Vater in ihrem Zimmer eingesperrt und bekommt langsam eine Art Lagerkoller.

Meine Kritik zu The Running Dead

the running dead elvis

Elvis und sein Hammer

Der Film hinterlässt bei mir einen sehr gemischten Eindruck. Zuerst einmal: Man merkt, dass das Budget ziemlich klein war, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss. Man darf nur eben keine Hollywood-Effekte erwarten. Die Story an für sich ist ok, nichts total ausgelutschtes, allerdings auch nicht grade mega spannend, da Großteils recht vorhersehbar. Was mir sehr gefallen hat, waren einige kleine Details. Beispielsweise liest der Bootsverkäufer den Zombie Apokalypse Guide. Auch sehr schön fand ich das Insel-Setting. Man bekommt wirklich schöne Bilder der tropischen Insel zu sehen, was manchmal sehr an Dead Island erinnert. Der Soundtrack hat mir auch gefallen (erinnert ziemlich an den 28 Days Later Soundtrack, bei dem ich besonders die Main Theme total mochte), allerdings fangen hier auch schon die negativen Aspekte an. Der Soundtrack ist durchgängig ziemlich ruhig, was besonders bei den Kampfszenen stört, da so kaum Spannung aufkommt. Auch die Synchronisation ist in emotionalen oder aufregenden Momenten nur mittelprächtig. Wenn Tweeter aufgebracht angelaufen kommt und „Jetzt können die Monster auch noch rennen“ sagt, hört sich das mehr nach einer sachlichen Information als ein ängstlicher Ausschrei an.

Ja, wieso rennen sie denn (nicht)?

the running dead tweeter

Tweeter in einer ruhigen Minute

Damit kommen wir zum letzten Punkt. Zu Beginn von The Running Dead muss das Trio durch eine große Gruppe von Zombies. Wer jetzt denkt, es gibt ein ordentliches Gemetzel, der wird enttäuscht: Die 3 rennen einfach durch die Gruppe durch und wird wundersamer Weise kaum richtig angegriffen. Wobei man auch im späteren Verlauf merkt, dass die Hauptpersonen, egal wie dumm sie sich anstellen, nichts abbekommen und alle anderen sofort und bei der lächerlichsten Situation gebissen werden. Wer sich wie ich wundert, dass man (mehr oder weniger) einfach durch eine Horde Zombies rennen kann, obwohl der Film The Running Dead heißt, dem sei gesagt, dass der Film die Frage, ob Zombies rennen können oder schlurfen müssen ganz einfach umgeht. Die Zombies können zu Beginn nur langsam durch die Gegend schlurfen, später können die Neu-Infizierten aber rennen. Einer Erklärung wird dafür nicht geliefert, was irgendwie unlogisch ist. Eventuell hat es mit der radioaktiver Strahlung von früher stattgefunden Atombombentest auf der Insel zu tun. Abschließend kann man sagen, es ist gut, dass der Film nur 85 Minuten lang geht, da er schon jetzt Gefahr läuft, sich zu ziehen.

the running dead zombie

Ob der Zombie Angst vor Sonnenbrand hat?

Fazit: Für Zombiefans ein sehenswerte Film, der aber seine Macken hat. Insgesamt wenig anspruchsvoll, aber das Setting überzeugt und macht Lust auf (hoffentlich zombiefreien) Urlaub!

 

Zum Schluss den Trailer zu The Running Dead:

Beitrag von 

Robert (24) ist schon seit einiger Zeit Zombie Fan. Am liebsten mag er Zombielfilme, Egoshooter und Indie-Games. Manchmal heckt er auch Überlebenspläne für den Fall eines Zombie Angriffs aus und hofft, dass diese verdammten Zombies dann nicht rennen können!

One Response to Review zu The Running Dead – Zombiefilm im Urlaubsparadies

  1. Teskal sagt:

    Hab den Film noch nicht gesehen. Aber das Neu-Infizierte schneller sind, kann man gut mit der Frische der Leiche erklären. Es funktioniert noch vieles recht normal, für einen Untoten zumindest.

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