World War Z – Wie hätte das ursprüngliche Ende in Moskau ausgesehen?

World War Z – Wie hätte das ursprüngliche Ende in Moskau ausgesehen?

Achtung: Da dieser Beitrag das alternative Ende von World War Z behandelt, enthält er viele Spoiler! Falls ihr den Film noch nicht gesehen habt, könntet ihr Sachen erfahren, die euch vielleicht die Spannung rauben!

Wie bereits in unserer World War Z Kritik angedeutet, gab es bei dem Film umfangreiche Nachdrehs. Davon war auch das Ende betroffen,  ungefähr 40 Minuten mussten neu gedreht werden. Grund dafür war, dass man mit dem Ende unzufrieden war, da es nicht spannend genug gewesen sein soll. Nach Probevorführungen ist man zu dem Schluss gekommen, dass das ursprüngliche Ende „nicht funktioniert“. Kleine Änderungen haben anscheinend nicht gereicht und so musste ein komplett neues Ende her. Dazu wurden die Drehbuchautoren Damon Lindelof (Star Trek Into Darkness, Lost) und Drew Goddard (ebenfalls Lost) angeheuert, die das Ende in seiner jetzigen Form schufen.

Das alternative Ende von World War Z

world war z kampf auf dem roten platz

Kampf um den Roten Platz in Moskau! (Teaser-Bild)

Eigentlich hätte Brad Pitt gar nicht zur WHO nach Wales fliegen sollen. Im ursprünglichen Filmende ist das Ziel seiner Reise Moskau. Dort kann das Flugzeug sicher landen, wird daraufhin aber direkt von der Armee umstellt. Die Jungen und Gesunden (darunter auch Gerry) bekommen ihre Handys abgenommen und werden zum Militärdienst verpflichtet. Die anderen, also die alten Menschen und die Verwundeten werden direkt vor Ort exekutiert,was Gerry sehr schockiert. Anschließend gibt es einen Zeitsprung bis zum Winter und Gerry ist nun Teil der Armee und Anführer einer kleinen Einheit, die gegen die Untoten kämpft. Dabei scheint er mittlerweile ziemlich abgestumpft zu sein, allerdings hat er auch in dem Engländer Simon einen neuen Freund gefunden. Ihre Kampf-Aufträge führen sie immer wieder in die U-Bahn Schächte, in denen es einige actionreiche Kampfszenen zu sehen gibt. Schließlich erreichen sie den Roten Platz, an dem bereits eine riesige Schlacht tobt. Es gibt Bilder einer epischen Schlacht zwischen Zombiehorden und den Soldaten.

Dort wird Gerrys Einheit aufgeteilt und, je nach ihrem Glauben, an verschiedene Frontabschnitte geschickt. Gerry überzeugt die Generäle jedoch, dass er die anderen Soldaten mit seinem Team ausbilden kann, mit Lobos (eine Mischung aus Schaufel und Axt) zu kämpfen, da diese sehr effektiv sind. Dazu müssen sie jedoch in den U-Bahn Tunnel zurück, um sich an den Zombies vorbei zu schleichen. Dabei bemerkt Gerry, dass die Zombies durch die kalten Temperaturen sehr viel langsamer geworden sind und letztendlich auch erfrieren.

Diese Information will er nun dem Oberkommando übermitteln und macht sich auf die Suche. Dabei treffen sie in einem Generatorraum auf den Soldaten, der Gerry Handy eingesackt hat. Dieser zwingt einige Frauen, darunter auch Segen, mit ihm zu saufen. Gerry macht kurzen Prozess, schnappt sich eine Granate und jagt den Soldaten in die Luft (dieser war wohl ein wirklicher Mistkerl).

Nun erreichen sie auch die Generäle und schildern ihre Beobachtung. Sie können sie überzeugen, alle Fackeln löschen zu lassen und auch keine Flammenwerfer mehr zu nutzen. Dadurch werden die Zombies so anfällig, dass die Soldaten die Schlacht zu ihren Gunsten drehen und gewinnen können.

Matthew Fox

Matthew Fox (Von Cindy CC By-SA Lizenz)

Dank des zurückeroberten Handys kann Gerry auch endlich wieder seine Frau anrufen. Er erzählt ihr von der Geheimwaffe: Kälte. Das bringt Karin allerdings nicht viel, da sie sich in den Everglades befindet (die Temperaturen dort kann man bekanntlich nicht grade mit dem Russischen Winter vergleichen). Sie und die Kinder befinden sich in einem Flüchtlingslager. Um dort Überleben zu können, ist sie gezwungenermaßen eine Beziehung mit einem Soldaten eingegangen und „tauscht“ so ihren Körper gegen Sicherheit für sie und ihre Kinder. Diesen Soldaten sieht man auch kurz in der normalen Fassung: Es ist der Soldat im Helikopter, der die Familie zu Beginn des Films von dem Hochhaus rettet, gespielt von  Matthew Fox.

Dieser ruft Gerry auch gleich zurück und sagt ihm, er soll, genau wie er und Karin, dort bleiben wo er ist und dort ein neues Leben aufbauen. Das passt Gerry aber gar nicht und wandert mit Segen und Simon zum nächsten, nicht eingefrorenen Hafen. Hier gibt es in paar frühe Set-Fotos, die vermutlich die Reise zeigen. Am Ende des Films sieht man sie mit einem Boot an der amerikanischen Küste landen.

Ist die geplante Fortsetzung schuld?

Mittlerweile wurde von offizieller Seite bestätigt, dass es eine Fortsetzung von World War Z geben wird. Jetzt könnte man natürlich vermuten, dass diese Fortsetzung schuld an dem  neuen, ziemlich offenen Ende ist. Das ist aber eher nicht der Fall. World War Z war von Anfang an als erster Teil einer Trilogie geplant. Diese Pläne wurden jedoch vorerst auf Eis gelegt, da die Produktionskosten explodierten. Mittlerweile hat sich aber gezeigt, dass World War Z an den Kinokassen sehr erfolgreich ist und vermutlich keine Verluste einfahren wird.

Quelle: Movies.com

Beitrag von 

Robert (24) ist schon seit einiger Zeit Zombie Fan. Am liebsten mag er Zombielfilme, Egoshooter und Indie-Games. Manchmal heckt er auch Überlebenspläne für den Fall eines Zombie Angriffs aus und hofft, dass diese verdammten Zombies dann nicht rennen können!

2 Responses to World War Z – Wie hätte das ursprüngliche Ende in Moskau ausgesehen?

  1. MasterMind187 sagt:

    Ich muss sagen für mich klingt das Ende viel interessanter. Schade das man es offenbar zu düster fand.

  2. Lotte sagt:

    Hm.. Dieses Ende erscheint mir zwar ziemlich verwirrend, aber das gezeigte war auch eher lahm und vorhersehbar.. Man hätte irgendwie mehr Geld ins Drehbuch als die Effekte und Kulissen stecken sollen. (wobei die natürlich atemberaubend waren) 🙂

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