World War Z: Kritik zum Zombiefilm mit Brad Pitt

World War Z: Kritik zum Zombiefilm mit Brad Pitt

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Unsere Karten 🙂

Hinweis: Zum Filmstart von World War Z veranstalten wir ein Gewinnspiel!

Das Zombie-Planet.de Team war gestern Abend im Darmstädter Cinemaxx in der 20.00 Uhr Preview von World War Z. Offizieller Filmstart des Sommer-Blockbusters in Deutschland ist heute, am 27.06.
In diesem Beitrag könnt ihr nun (quasi direkt aus dem Kino) lesen, was wir von dem Film halten und ob sich der Kinobesuch lohnt oder der Film zu unrecht gehypt wird. Dazu schreiben Adrian und Bert jeweils ihre Meinung für euch nieder!

Infos zum Film World War Z

World War Z, der erste Zombiefilm des Regisseurs Marc Foster (u.A. Ein Quantum Trost) basiert auf dem gleichnamigen Buch von  Max Brooks. Der Film dauert 116 Minuten (bzw. 1 Stunde 56 Minuten) und ist in 3D. Allerdings wurde er nicht in 3D gedreht, sondern nachträglich konvertiert.

zombieplanet de team

Das Zombie-Planet.de Team im Kino

World War Z ist mit einem geschätzten Gesamtbudget von 400 Millionen Dollar der teuerste Zombiefilm aller Zeiten. Deshalb wurde im Vorfeld viel über das enorme finanzielle Risiko diskutiert. Die Nachrichten über das mehrmalige Umschreiben des Drehbuchs und über 40 nachgedrehte Filmminuten (quasi das ganze Ende) waren auch eher beunruhigend. Allerdings scheinen die Produzenten mittlerweile fest mit einem Erfolg zu rechnen, denn die Fortsetzung wurde jetzt schon offiziell bestätigt.

Eine Nachricht, die hartgesottene Zombiefans eher erschreckt, ist, dass der Kinofilm für ein PG-13 in Amerika geschnitten wurde. Das bedeutet, dass die Actionszenen etwas harmlos daherkommen und man keine Splatter oder Gore Szenen sehen wird. Dies wurde gemacht, damit mehr Menschen ins Kino dürfen. Anders wäre der finanzielle Schaden kaum abwendbar gewesen. In Deutschland ist er übrigens ab 16 Jahren freigegeben.

World War Z Handlung

World War Z

Familie Lane auf der Flucht

Der ehemalige UN-Mitarbeiter Gerry Lane (verkörpert durch Brad Pitt) steckt mit seiner Frau (Mireille Enos; Gangster Squad) und seinen beiden Töchtern im Stau, als die Zombie-Apokalypse über die Stadt hereinbricht. Die Zombies können verdammt schnell rennen und die Infektion dauert nur wenige Sekunden. Mit Mühe und Not kann er auf spektakuläre Weise mit seiner Familie per Helikopter aus der Stadt fliehen. Sie finden Zuflucht auf einem Flugzeugträger, auf dem die Reste der Regierung versammelt sind. Doch dieser bietet nur vorübergehend eine sichere Zuflucht. Der Zombie-Virus breitet sich rasend schnell auf der ganzen Welt aus und droht die gesamte Menschheit auszulöschen. Die Ursprünge des todbringenden Virus werden in Südkorea oder Indien vermutet. Es beginnt ein rasanter Wettlauf gegen die Zeit, die Gerry an die verschiedensten Orte der Welt verschlägt, beispielsweise Südkorea oder Israel. Seine Mission ist es, den Arzt Dr. Andrew Fassbach (Elyes Gabel) zu beschützen, der mehr über den Virus herausfinden soll. Schafft er es rechtzeitig den Ursprung der Pandemie zu klären und ein Heilmittel zu entwickeln, das die Menschheit vor der totalen Auslöschung rettet?

Kritik zu World War Z von Adrian

world war z poster

Filmposter

In den letzten Wochen ist viel über World War Z geschrieben worden. Die weltweite Fangemeinde freut sich schon seit geraumer Zeit auf den bombastischen Zombieblockbuster und wartet darauf die umwerfenden Szenen aus den Trailern auf der großen Leinwand zu bewundern. Aber auch viele kritische Stimmen waren zu hören, die bemängelten, dass der Film auf Grund der hohen Produktionskosten für das Mainstream-Publikum zu sehr weichgewaschen wurde. Nach 116 rasanten Minuten im Kino kann ich sagen, dass der Film genau so ist, wie ich ihn erwartet hatte. Ob das nun gut oder schlecht ist werde ich in den nächsten Absätzen erläutern.

Aber fangen wir ganz am Anfang an. Der Film beginnt mit einer atmosphärischen Anfangssequenz, in der verschiedene Nachrichtenschnipsel zu einer bedrohlichen Collage zusammengefügt werden. Nach diesem stimmigen Beginn bekommen Gerry Lane (Brad Pitt) und seine Familie eine minimale Einführung. Nach einer kurzen Frühstücksszene, in der Gerry  als fürsorglicher Familienvater dargestellt wird, beginnt der Action-Marathon. Lane erlebt den Ausbruch der Zombie-Apokalypse in Philadelphia  am eigenen Leib, als er mit seiner Familie im Stau steht. Von da an tritt Regisseur Marc Forster ziemlich aufs Gas und s

chießt dabei ein wenig übers Ziel hinaus. Obwohl ich durchaus ein Befürworter von flotter Inszenierung bin, übertreibt es Forster in den Anfangsminuten ein bisschen. Die Fluchtszenen sind teilweise mit einer sehr hektischen Wackelkamera aufgenommen und auch die überschnellen Schnitte tragen nicht unbedingt zur Übersichtlichkeit des Geschehens bei. Außerdem sind die Handlungssprünge in den ersten Minuten ziemlich abrupt und werfen einige Fragen auf. Hier wird zum Beispiel übersprungen wie es der Familie im Zombiechaos gelingt problemlos von Philadelphia nach New Jersey zu gelangen. Hier hätte man sich auch noch 10 oder 15 Minuten mehr Zeit nehmen dürfen, um sich um Charakterzeichnung und Handlungsetablierung zu kümmern.

Nach diesen anfänglichen Startschwierigkeiten nimmt der Film nun aber rasant Fahrt auf. Gerry schließt sich einem Team von Spezialisten an, welches den Ursprung der rätselhaften Zombieseuche klären soll. Denn wenn nicht bald ein Mittel gegen den Zombiewahnsinn gefunden wird, hat die Menschheit keine Überlebenschance mehr. Mit dem Flugzeug geht es nach Südkorea, wo das amerikanische Militär zum ersten Mal mit dem Virus in Kontakt kam. Von da aus verschlägt es Gerry nach Jerusalem und schließlich ins nasskalte Wales. Marc Forster setzt in World War Z auf eine rasante Inszenierung,  umwerfende Bilder und Nonstop-Action und dies gelingt ihm außerordentlich gut. Wenn es auf der Leinwand so richtig zur Sache geht, hat der Film seine stärksten Momente. Sei es der chaotische Zombieausbruch in Philadelphia, die rasante Flucht zu einem rettenden Helikopter, ein Zombieausbruch im Flugzeug  oder eine halsbrecherische Jagd durch Jerusalem. Diese Szenen sind allesamt hervorragend umgesetzt und geradezu für die große Leinwand geschaffen. Besonders hervorzuheben sind die Szenen in Jerusalem. Hier muss  Gerry hilflos miterleben wie die Zombiemassen wie eine Welle über die Stadt hereinbrechen, und alles unter sich begraben. Diese Massenszenen, die mit beeindruckenden Kamerafahrten dargestellt werden, gehören für mich fraglos zu den Höhepunkten des Films. World War Z bietet fantastische Schauwerte und muss sich vor keinem Actionfilm der letzten Jahre verstecken.

World War Z Brad Pitt

Brad Pitt ist Gerry Lane

Zu den Schauspielern gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Brad Pitt ist der zentrale Hauptdarsteller, um den sich die ganze Handlung dreht. Der Rest des Casts fungiert lediglich als Stichwortgeber und geht neben dem Superstar geradezu unter. Die Charakterzeichnung der Nebendarsteller wird, wie es in Filmen dieser Art üblich ist, auf ein Minimum reduziert. Den Großteil der Screentime beanspruchen ohnehin Brad Pitt und die Zombiehorden. Gerry’s Mitstreiter werden jeweils nur sehr kurz eingeführt und so lässt der Film dem Zuschauer keine Chance, sich mit diesen zu identifizieren. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Fokussierung auf die Nebencharaktere gewünscht, was zur atmosphärischen Dichte des Films gesteigert hätte.

World War Z mag vieles sein, aber eines ist er sicher nicht – ein reinrassiger Zombiefilm. Ich würde ihn eher als einen bombastischen Katastrophenfilm mit Zombies beschreiben. Der Film erinnert mich, von seiner Aufmachung und Erzählweise her, an Rolland Emmerich-Filme wie etwa 2012 oder The Day after Tomorrow. Nur, dass hier statt Tornados oder Monsterwellen, wildgewordenen Zombiemassen auf die Menschen niederprasseln. Im Gegensatz zu anderen Zombiefilmen, in denen die ausführliche Darstellung der Zombies einen zentralen Teil der Inszenierung ausmacht, zeigt Foster seine Zombies als anonyme Scharen, die erbarmungslos über die Menschheit herfallen. In der ersten Stunden des Films gibt es kaum Einstellungen, die einen Zombie länger als ein paar Augenblicke aus der Nähe zeigen und so dauert es ziemlich lange, bis der Zuschauer die World War Z Zombies so richtig zu Gesicht bekommt. Auf die, aus anderen Zombie-Produktionen bekannten, Splatter- und Gore-Effekte verzichtet World war Z vollkommen und so kommt der Zombiefilm recht zahnlos und zahm daher. Wenn immer es auf der Leinwand blutig zu werden scheint, schwenkt die Kamera konsequent weg, was wahre Zombiefans bitter enttäuschen wird. Hier musste Forster offensichtlich den hohen Produktionskosten Tribut zollen. Um den Film finanziell erfolgreicher zu machen und das wichtige PG-13-Rating in den USA zu erhalten, wurde leider heftig gekürzt. Mir hätte es besser gefallen, wenn man den Film konsequent für ein älteres Publikum ausgelegt hätte. So wirkt diese Mischung aus atemberaubender Action und „familienfreundlichen“ Zombies ein wenig heterogen.

Fazit von Adrian

World War Z ist Popcorn-Kino im XXL-Format und einer der großen Blockbuster des Kinosommers. Jeder der bombastische Actionfilme mag, wird mit World War Z seine wahre Freude haben. Mit typischen Zombiefilmen wie Dawn of the Dead oder Serien wie The Walking Dead hat der Film jedoch herzlich wenig zu tun. Als Fan des Zombiegenres  sollte man sich dessen vor dem Kinobesuch bewusst sein, dann kann man seinen Spaß mit World War Z haben.

Kritik zu World War Z von Bert

World War Z zombiemassen

Zombies erklimmen eine Mauer!

Ich war mir vor dem Kinobesuch nicht ganz sicher, wie der Film wohl werden wird. Es war von Anfang an klar, dass es ein Blockbuster wird. Allerdings war ich mir in der Frage unsicher, ob es ein Action Blockbuster oder ein Zombie Blockbuster wird. Auch das der Film in 3D ist, hat mir nicht wirklich gefallen, da ich kein 3D Fan bin. Außerdem ist der Film nur nachträglich in 3D konvertiert worden und das hat man (leider) in schnellen Szenen gemerkt. Darauf hätte man gerne verzichten können, aber anscheind ist das ja Momentan DER Trend bei Kinofilmen. Insgesamt kann ich jedoch sagen, dass World War Z ein guter Zombiefilm ist, der viel Action bietet. Allerdings kommen die Zombies eben nicht zu kurz. Trotzdem merkt man, dass der Film stark geschnitten wurde (eine Uncut Fassung wird wohl auf DVD erscheinen) und das die Massentauglichkeit doch ein wichtiger Punkt in der Vermarktungsstrategie war. Eigentlich bin ich kein großer Fan der typischen „Zombies fressen Gedärme“ Szenen, aber irgendwie gehören sie doch zu einem Zombiefilm. Auch ein bisschen Blut, wenn Zombies getötet werden oder ein eingeschlagener Zombieschädel haben noch niemandem geschadet – Außer dem Zombie, aber der hat’s ja auch verdient!

Den Film würde ich grob in 2 Hälften einteilen, die ich auch unterschiedlich bewerten würde. Nach einer kurzen Einführung in das heile Familienleben der Familie Lane (bei der schon der Fernseher im Hintergrund beunruhigende Nachrichten sendet), geht es auch gleich schon los und die Zombies überrennen Philadelphia. Nach einer aufregenden Flucht durch die Hochhausschluchten, bei der noch niemand wirklich weiß, wovor weggerannt wird, befindet sich die Familie auf der Interstate 95, mitten im Wald. Anschließend hat der Helikopter, der in einer Stunde da sein sollte, offensichtlich Verspätung. Denn plötzlich ist es Nacht und die Familie ist bei der Plünderung eines Supermarkts dabei, da eine seiner beiden Töchter ein Asthma-Spray braucht. Kurze Zeit später ist aber auch diese Szene vorbei und es wird in einem Hochhaus Schutz gesucht. Dort müssen sie sich aufs Dach kämpfen, wobei Gerry sich als ziemlicher geschickter Tüftler von improvisierten Bajonetten und Rüstungen erweist. Von dort aus können sie schließlich mit dem Helikopter entkommen.

Die erste Hälfte würde ich als den klassischen Zombiefilm-Anfang beschreiben. Die Situation ist geprägt von Chaos, keiner hat wirklich eine Ahnung was los ist (außer Gerry, der schnallt offenbar ziemlich schnell was Sache ist) und andere Überlebende sind entweder Freunde oder Feinde. Leider ist dieser Anfang ziemlich kurz gehalten (oder stark geschnitten worden). Dadurch entstehen viele Zeitsprünge und Ortswechsel, die man sich nicht direkt erklären kann. Ein wenig mehr Handlung wäre hier schön gewesen und hätte das ganze runder gemacht. Dafür hätte man sinnlose Charakter, wie beispielsweise den „Apotheker“ weglassen können. Dieser wird, im Vergleich zu der restlichen Anfangsgeschichte, relativ aufwendig eingeführt. Nach seinem kurzem Auftritt spielt er aber keine Rolle mehr und hat auch nichts zu der Geschichte beigetragen. Diese Nicht-Beachtung der Nebencharakter zieht sich durchgängig durch den Film.

World War Z

Angriff der Zombies! (Wäre doch ein Titel für einen B-Mobie?)

Die zweite Hälfte macht jedoch viel mehr Spaß. Nachdem sie auf dem Schiff angekommen sind wird Gerry beauftragt, den Arzt Dr. Fassbach zu beschützen, der dem Virus auf den Grund gehen soll. Ablehnen ist keine Option, da seine Familie und Er sonst vom sicheren Schiff geworfen werden. Nun geht es auf die große Weltreise, erst nach Südkorea, dann nach Israel und später noch nach Wales. Und überall lauern Zombies (die im Film auch Zags genannt werden) , gegen die nun auch vermehrt gekämpft wird. Dies ist allerdings gar nicht so leicht, da die Zombies verdammt schnell rennen können und sehr gut hören können. Dadurch werden die Kämpfe extrem spannend. Außerdem sind die Zombies gar nicht so blöd, wie man bereits im Trailer sehen konnte, errichten sie eine Art Leiter aus Körpern, um über eine Mauer zu gelangen. Eine Zombiehorde ist also eine Flutwelle, die von Menschen so gut wie nicht aufgehalten werden kann.
Ab der zweiten Hälfte (die schon relativ Früh beginnt, dies ist ja nur meine Einteilung) nimmt der Film stark an fahrt auf und zeigt beeindruckende Bilder. Brad Pitt spielt seine Rolle super, auch über die anderen Schauspieler kann man nicht meckern. World War Z bietet den ganzen Film über einige Überraschungen und ist damit weniger vorhersehbar als so manch anderer Zombiefilm. Auch das Verhalten und die Fähigkeiten der Zombies ist eine Abwechslung zur Standardkost. Über das Aussehen der kann man auch nicht meckern, besonders das Zähneklappern am Ende fand ich ziemlich cool.

Wenn wir schon dabei sind, noch ein kurzes Wort zum Ende:

Spoiler: lesen auf eigene Gefahr! Zeigen

Fazit von Adrian & Bert: Ein super Blockbuster, actionreich und gut umgesetzt. Brad Pitt spielt seine Rolle super! Leider manchmal etwas verwirrend und ziemlich unblutig.

Der deutsche HD Trailer zu World War Z

Alle Bildrechte bis auf Bild 1+2 (eigene Anfertigungen): Paramount Pictures

Beitrag von 

Robert (24) ist schon seit einiger Zeit Zombie Fan. Am liebsten mag er Zombielfilme, Egoshooter und Indie-Games. Manchmal heckt er auch Überlebenspläne für den Fall eines Zombie Angriffs aus und hofft, dass diese verdammten Zombies dann nicht rennen können!

7 Responses to World War Z: Kritik zum Zombiefilm mit Brad Pitt

  1. […] Wir finden, der Film ist auf jeden Fall sehenswert. Wieso? Das erfahrt ihr unserer World War Z Kritik […]

  2. […] gibt’s auch die World War Z Kritik vom Zombie-Planet.de […]

  3. HellMut sagt:

    Aus Eins mach Drei!
    Sauerei.
    Fängt furios an. Tempo, Dramatik und Spannung in atemloser Beschleunigung. Dann aber, im letzten Drittel des Films:“Der Bruch ist deutlich, doch der Wechsel in Rhythmus und Intensität funktioniert.“, wie wohlwollende Kritiker es im Feuilleton verschmiemelt nuscheln. Tatsächlich aber wirkt es auf mich so: Das letzte Drittel des Films ist eine unfassbar billige Filmschachtel (Moritz Bleibtreu hat eine Minigastrolle- das Publikum lacht verlegen), die in einem Bürotrakt/ Krankenhausflur spielt. Dort spielt Brad Pitt Verstecken mit einer Handvoll leidlich gruselig geschminkter „Darsteller“, die deutlich zu oft in Großaufnahme mit den Zähnchen klappern wie Bugs Bunny refurbished oder in einem Extrem-Geronto-Haftcremewerbeclip und dabei unfreiwillig lächerlich wirken. Keine CGI-Zombie-Tsunamis, keine Effekte, keine Action außer Typen, die durch den Flur laufen und grunzen. Peinlich, verstörend und ärgerlich. Warum das Ganze?
    Logisch: Der Film soll 400 Mio. $ gekostet haben. Die Produzenten haben sich zerstritten ob des Risikos, die Knete wiederzusehen durch Kinokasseneinnahmen. Also wurde der Film zunächst blutentleert, um eine Zulassung auch für minderjährige Zuschauer zu erhalten. Zudem wurde entschieden, dass aus einem Film am besten zwei oder drei Filme gemacht werden müssten, um statt einmal eben zwei- oder dreimal Eintrittsgelder fürs Kino kassieren zu können. Also: Fertiges Material nehmen (Ursprünglicher Showdown der Zombi-Horden in Moskau ist ja auch wenige Sekundenschnipsel zu sehen am Ende des Films), neu zusammenfügen, billige Tatort-Kammerspiel-Langeweile-Flur-Ödnis nachträglich einfügen und voilà: wir haben drei Filme statt nur einen Film. Somit dreifach größere Chancen, die Knete einzuspielen. Produzenten (Kohle), Schauspieler (wenig Arbeit, keine Action) und Kinos (Dreiteiler finden immer Idioten, die die Hoffnung nicht aufgeben, dass der Film doch noch sehenswert wird) sind glücklich. Nur der Zuschauer, der denkt sich, dass Kinos doch vielleicht das Geld nicht wert sind. Selbst schuld.
    P.S.: Die letzten drei Euro den Kunden aus der Tasche zu lechzen, indem man einen 2D-Film dreht und anschließend ein paar erbärmlich schwache 3D-Effektchen einfügt, um 3D-Status-Knete zu erhalten ist somit zumindest hier konsequent. Ich habe hin und wieder mal die 3D-Brille abgenommen und bei vielen Szenen keinen Unterschied gesehen. Auf den Arm genommen ist da noch vorsichtig formuliert.

  4. Löv sagt:

    Servus.
    Mir hat World War Z überhaupt nicht zugesagt.
    Wirkt auf mich wie ein billiger Story Abklatsch von I am Legend.
    Der Film schludert nur so daher mit Unstimmigkeiten. Eine Szene in Israel wo die Bevölkerung anfängt zu singen, und Brad Pitt erst Bescheid sagt dass die Zombies auf Lärm abgehen und es aber da schon zu spät ist, und die Stadt überrant wird. Ist ja nicht so das die erst ne Sekunde gesungen hätten. Was ich auch nicht verstehe ist das Brad Pitt derjenige ist, den man unbedingt braucht um die Welt zu retten. Welche Referenzen hat er denn schon? Okay er war I-wo in einer Spezialeinheit als was weiß ich tätig, aber als Zuschauer erschließt sich mir der Sinn absolut nicht. Als ob andere Wissenschaftler das nicht auch hinbekommen hätten auf die „Lösung“ zu kommen. Ein Highlight war auf jeden Fall Moritz Bleibtreu als Wissenschaftler.Damit hat keiner gerechnet. Aber ansonsten kein wirklich unterhaltsamer Film. Das der Film Auszeichnungen bekommen hat entzieht sich absolut meinem Verstand.
    Die Story ist mehr als dürftig. Die Schauspielerische Leistung ist halt okay. Brad Pitt kann halt Schauspielern, aber ansonsten nur Bullshit.
    Mein Fazit von World War Z ist mehr als ernüchternd. Vielleicht kann man den mal als DVD ausleihen und 1mal ansehen, aber mehr halt nicht.

  5. Moritz sagt:

    Falls jemand lust hat meine Meinung zu dem Film zu lesen:
    http://filmnerd.me/333/world-war-z/

  6. Max sagt:

    Hi.
    Als echter Zombiefan bin ich ja richtig heiß auf den Film. Jetzt schreibt ihr zwar, daß er nicht so recht zu Dawn of the Dead und den Romero Originalen passen soll, aber zum Glück erwähnt ihr das Wort Popcorn. Und das im Zusammenspiel mit Kino machts dann wieder schön für mich. 🙂
    Leider schaffe ich es erst nächste Woche in den Film zu gehen, aber da ich mich schon seit mehr als einem halben Jahr drauf freue kann ich ja die paar Tage auch noch warten.
    Danke übrigens für den sehr ausführlichen „Testbericht“.
    Gruß, Max

  7. Anke Brühl sagt:

    Ich versuche noch immer herauszufinden (hab den Film damals im Kino gesehen und jetzt im Free-TV nochmals) wie dieser verdammte Zombie in die Russen-Maschine kam. In Jerusalem kann er kaum „zugestiegen“ sein, da die Maschine grad erst angekommen war und gleich wieder abhob, nachdem Brad & Co. an Bord waren. In Moskau wohl auch nicht, denn bei einer Inkubationszeit von wenigen Sekunden hätte der sich schon viel früher durch die Passagiere gefressen (es ist wohl nicht anzunehmen, dass in den Stunden, die die Maschine von Russland nach Jerusalem braucht, niemand mal aufs Klo wollte). Also, wo kam der her?

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