iZombie – Crime-Serie mit Untoten (+Review)

iZombie – Crime-Serie mit Untoten (+Review)

Bei iZombie handelt es sich nicht etwa um ein neues Apple Produkt, sondern um eine TV-Serie. Während im deutschen Fernsehen (auf Sixx) erst im August 2015 die 1. Staffel ausgestrahlt wurde, läuft in Amerika aktuell die 2. Staffel. Und Season 3 ist bereits in Planung. Auch die Kritiken sind äußert positiv, so geben die IMDb Nutzer 8 von 10 Punkten, 96 % auf Rotten Tomatoes und immerhin noch im Durchschnitt 74 Punkte auf Metacritic, eine Seite, die professionelle Kritiken sammelt. Es wird also höchste Zeit, dass ich mir diese Serie mal anschaue!

Doch um was geht es bei iZombie eigentlich? Wer nach einer neuen Action bzw. Horror Serie mit Zombie-Beteiligung (wie z.B. The Walking Dead) sucht, ist hier leider falsch.
Die junge Medizinstudentin Liv (Rose McIver) wird zu einer Party auf einem Boot eingeladen, die sich aber im Laufe der Nacht zu einem Massaker verwandelt. Dabei wird sie von einem der angreifenden Zombies infiziert und verwandelt sich nun selbst in eine Untote. Dadurch verändert sie sich drastisch: Ihre Haare werden bleicher und ihre Haut blass. Und sie entwickelt einen mächtigen Kohldampf auf Gehirne. Diesen muss sie stillen, da sie sonst die Kontrolle über sich verliert – Und eigentlich soll niemand etwas von ihrer Verwandlung erfahren. Schon gar nicht ihr Verlobter Major (Robert Buckley).

Damit sie unauffällig (und ohne jemanden zu schaden) an menschliche Gehirne kommt und somit nicht  zu einem Monster wird, nimmt Liv einen Job in der Gerichtsmedizin an. Es stellt sich aber heraus, dass jedes Mal, wenn sie ein Gehirn verspeist, die Erinnerung und Fähigkeiten (wie Fremdsprachen oder Kampfkünste) der Toten übernimmt.  Deshalb beschließt Liv, die Mordfälle zu lösen und hilft Clive (Malcolm Goodwin), einem Detective, der erst seit kurzem in der Mordkommission arbeitet. Dieser ist zwar skeptisch, denkt aber, dass Liv ein Medium ist – Ihr Geheimnis kennt nur ihr Chef Dr. Ravi Chakrabarti (Rahul Kohli), der sich zu ihrem Freund entwickelt und an einem Heilmittel arbeitet.

Die Serie iZombie basiert lose auf den gleichnamigen Comics, die bei dem Vertigo-Label von DC erschienen sind und von Chris Roberson und Michael Allfred entwickelt wurden. Letzterer ist übrigens auch für das Intro verantwortlich. Die erste Staffel umfasst 13 Episoden à 42 Minuten, bei Season 2 sind es schon 19 Folgen.


Der Trailer zu iZombie

Wenn ihr mehr über die Serie erfahren möchtet, dann schaut euch doch jetzt den HD-Trailer an. Was meine Meinung zu den ersten beiden Folge von iZombie ist, könnt ihr weiter unten in meiner Review lesen.

Na, hat euch der Trailer neugierig gemacht? Auf dem Streaming-Videoportal maxdome könnt ihr euch die 1. und die 2. Staffel (auf Englisch) sofort anschauen!


Die Zombie-Planet.de Review zu den ersten beiden Episoden von iZombie

Die Geschehnisse in der ersten Folge (Titel: Willkommen im Leben nach dem Tod) dürften niemanden überraschen, der die Beschreibung zu Beginn des Textes gelesen hat. Die Ereignisse, die zu der Infektion mit dem Zombie-Virus führen, sind in kürzester Zeit abgehandelt. Für meinen Geschmack zu schnell, aber dadurch wird definitiv klar, dass der Fokus nicht auf Splatter oder Action-Szenen liegt. Danach folgt ein Zeitsprung von knapp einem halben Jahr. Was in dieser Zeit geschieht, erfährt man auch nicht wirklich ausführlich, hier hätte man meiner Meinung nach etwas ausführlicher sein können. Z.B. erfährt man, dass sich Liv von ihrem Verlobten Major trennt, wobei hier auch nicht ganz klar gesagt wird warum – Nur um ihn zu schützen. In der Zwischenzeit hat sie auch ihre Stelle im Krankenhaus aufgegeben, da sie keine Gehirnchirurgin mehr werden kann, da dies (vermutlich) zu verführerisch für den Zombie-Appetit wäre. Ansonsten scheint Liv die Zeit mit Recherche über Zombies (indem sie Zombiefilme guckt) und Selbstmitleid zugebracht zu haben. Ihre Freunde und Familie finden dies jedoch nicht so toll.

Mjamjam, Gehirn!

Mjamjam, Gehirn!

Ihr Chef Ravi findet dann auch recht schnell heraus, dass Liv eine Untote ist. Was ihn aber absolut gar nicht beunruhigt, sondern sogar eher fasziniert. Er untersucht sie, nimmt Blutproben und macht Experimente und hofft, so ein Heilungsmittel zu finden. Als der momentan unerfolgreiche Cop Clive in der Gerichtsmedizin vorbeischaut, bekommt Liv einen Flashback, der mehr über das Opfer verrät. Deshalb wird sie von Ravi gedrängt, bei der Aufklärung des Mordfalls zu helfen. Dies tut sie auch zuerst widerwillig, am Ende sieht sie jedoch ein, dass sie so den Menschen helfen kann. Sie fühlt zwar nichts mehr und ist auch nicht mehr inspiriert, aber da sie gefühlt hat, wie das Opfer gestorben ist, wird das ganze für sie zu einer persönlichen Sache.

In Folge zwei (Ein zweiter Zombie) geht es um einen neuen Kriminalfall (der ebenfalls in derselben Folge gelöst wird) und Liv trifft auf einen weiteren Zombie namens Blaine DeBeers. Diesen war ebenfalls auf der Party, bei der es zu dem Zombie-Massaker gekommen ist. Damals hatte er versucht Drogen zu verkaufen. Er beteuert zwar, dass er sein (untotes) Leben geändert habe, aber dies stellt sich als Lüge heraus. Deshalb ist Liv sich nicht sicher, ob sie ihm trauen kann. Als Zuschauer erfährt man außerdem von Blaines neuem Geschäftsmodell – statt mit Drogen wird jetzt mit Gehirnen gedealt.

Ich persönlich fand die ersten beiden Folgen von iZombie recht gelungen und werde wohl zumindest noch ein paar weitere Folgen gucken. Es muss einem allerdings klar sein, dass man nicht zu viel Action oder gar Splatter erwarten darf, die Krimi und teilweise auch Comedy Momente stehen klar im Vordergrund. Nicht ganz so gut gefallen hat mir (wie bereits erwähnt) die Entwicklung der Geschichte bzw. ich fand sie etwas undurchsichtig. Auch der Charakter Dr. Ravi empfinde ich als etwas unglaubwürdig und zu überdreht, auch wenn er dadurch ab und zu für lustige Momente sorgt. Etwas nervig fand ich auch die „Love-Story“ zwischen Liv und ihrem Ex-Verlobten, hier bleibt abzuwarten, wie viel Raum diese in den späteren Folgen einnehmen wird. Das die Krimifälle eher ein Beiwerk zu den einzelnen Episoden sind, ist auch dem Umstand geschuldet, dass Liv durch ihre Begabung quasi immer auf die richtige Fährte gelockt wird und auch aufgrund ihrer Zombie-Kräfte gegen skrupellose Killer bestehen kann. Gut fand ich jedoch (meistens) die Dialoge – diese sind in der Regel unterhaltsam und enthalten auch immer mal wieder Wortwitze (z.B. als Liv das Gefühlsleben einer ihrer Opfer übernimmt, kommentiert sie dies mit „Man ist halt doch was man isst“). Ebenfalls cool sind die comicartigen Einblendungen, wenn ein neues Kapitel der Folge startet. Generell ist die Serie visuell gut umgesetzt und auch die musikalische Untermalung kann überzeugen.

Und jetzt seid ihr gefragt: Stimmt ihr mit mir überein, oder findet ihr die Serie überflüssig?

Bildrechte: Warner Bros

Beitrag von 

Robert (24) ist schon seit einiger Zeit Zombie Fan. Am liebsten mag er Zombielfilme, Egoshooter und Indie-Games. Manchmal heckt er auch Überlebenspläne für den Fall eines Zombie Angriffs aus und hofft, dass diese verdammten Zombies dann nicht rennen können!

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