Zombieland Produktion gestoppt: Kritik von Fans

Zombieland Produktion gestoppt: Kritik von Fans

UPDATE 19. Mai: Wie Blairwitch.de berichtete, hat Amazon die Produktion der neuen Zombieland Serie gestoppt. Die Pilotfolge ist bei den Teilnehmern der Umfrage von Amazon durchgefallen.

Rhett Reese, Erfinder des Zombieland-Universum, twittert dazu: „Leider hat es nicht für die Unterbringung bei Amazon gereicht. Ein trauriger Tag für alle, die daran beteilgt waren. Ich werde wohl nie verstehen können, warum die Fans so vehement gegen den Piloten gearbeitet haben. Ihr habt die Serie erfolgreich ins Aus geschossen”.

Wir finden es schade, dass es nun wohl nie eine Zombieland Serie geben wird! Was sagt ihr dazu?

Ursprünglicher Beitrag: Gestern haben wir euch den Trailer zur neuen Serie Zombieland präsentiert, heute haben wir schon das Review der Pilotfolge für euch.

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Das Poster zur Serie

Amazon drängt ins florierende Seriengeschäft. Nachdem schon letztes Jahr der amerikanische Video-on-Demand-Dienst Netflix mit eigenproduzierten Serien aufwarten konnte, will Amazon einen ähnlichen Weg gehen. Hierzu hat Amazon 14 verschiedenen Pilotfolgen in Auftrag gegeben. Diese sind jetzt Online verfügbar und die Zuschauer dürfen in den nächsten Wochen entscheiden, welche Serienformate sie ab Herbst regelmäßig sehen wollen. Eine dieser angehenden Serien ist Zombieland. Wir haben uns den Pilot zur Zombieserie für euch angeschaut und stellen euch unsere ersten Eindrücke in einem Review vor.

 

Handlung: Beginn mit Knalleffekt

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Noch sind sie ahnunglos…

Kenner des Kinofilms aus dem Jahr 2009 wissen natürlich gleich worum es geht. Die Gruppe um den schüchternen Columbus, seinen sympathisch verrückten Begleiter Tallahassee und die zwei Schwestern Wichita und Little Rock sind auf der Suche nach einer zombiefreien Zone, anderen Überlebenden und natürlich Tallahassee’s heißgeliebten Twinkies. Interessanterweise startet die Folge jedoch nicht mit den allseits beliebten Charakteren. Stattdessen sieht man in der Exposition einen lamentierenden Büroangestellten, der auf herrlich weinerliche Art und Weise von seinen „First World Problems“ erzählt. Und gerade als er zu einem „Could this Day get any worse…“ ansetzt, nimmt der Zombie-Wahnsinn seinen Lauf. Alles versinkt im Chaos und der unauffällige Kerl vom Catering-Service entpuppt sich als Tallahasse der sofort seine Zombie-Kill-Skills unter Beweis stellen darf.

 

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Die Hauptdarsteller

Nach dem Intro setzt die Handlung ungefähr da an wo sie im Kino aufgehört hat. Die Serienschöpfer haben glücklicher Weise darauf verzichtet, die Handlung des Kinofilms nochmal aufzurollen und so wird der Zuschauer direkt ins Geschehen geworfen. Tallahassee will seinen Mitstreitern eine Freude machen und setzt anlässlich des Independence Day eine Feuerwerkfabrik in die Luft. Dass keiner mehr genau weiß, ob heute wirklich der 4. Juli ist, spielt für ihn dabei keine Rolle. Die jüngste der Runde, Little Rock, ist davon aber nicht überzeugt. Sie spricht bei der Gelegenheit das aus was alle denken. „You know what‘s missing? People!“

Mitstreiter gesucht

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Dies gibt die Handlung für die Folge vor. Das Vierer-Team macht sich auf die Suche nach weiteren Überlebenden der Zombie-Apokalypse, die ihre Gruppe bereichern könnten. Vor allem Tallahassee geht es gegen den Strich immer die gleichen Gesichter zu sehen. Doch glücklich wird er bei der Suche nicht. Das liegt nicht daran, dass es keine anderen Überlebenden in der Stadt gibt. Aber das Schicksal (und alle Zombies auf dem Planeten) haben scheinbar etwas dagegen, dass die Gruppe Zuwachs erhält. Und so erleidet jedes potentielle Gruppenmitglied einen schnellen und einfallsreichen Tod. Das Ableben der potentiellen neuen Gruppenmitglieder steigert sich bei jedem Mal und nimmt immer bizarrere Züge an, bis auch Tallahassee es einsieht und mit einem herzhaften „WE  ARE CUUURSED“ sein Schicksal verflucht.

 

Gemischte Gefühle

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Tallahassee und Columbus

Der erste Eindruck von Zombieland fällt gemischt aus. Grundsätzlich gefällt mir Idee, die Handlung des Filmes in einer Serie weiterzuführen. Ich bin der Meinung , dass  noch viele amüsante Geschichten in der Welt von Zombieland stecken und ich traue der Serie zu, mit ihrer aus dem Kinofilm bekannten humoristischen Herangehensweise an das Zombiethema viele Zuschauer zu begeistern. Dabei ist es als sehr positives Signal zu werten, dass die  Drehbuchautoren des Kinofilms  auch an den inhaltlichen Aspekten der Serie involviert sind. Dass die Starbesetzung um Emma Stone und Woody Harrelson es nicht ins Serienformat geschafft hat, war zu erwarten und muss nicht grundsätzlich negativ sein. Dies kann durch adäquate Ersetzung durchaus aufgefangen werden.

Die Darsteller

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Hier sind wir aber schon beim ersten größeren Kritikpunkt. Die Darstellerriege um Kirk Ward und Tyler Ross kann das Fehlen ihrer Prominenten Vorgänger nicht wirklich wettmachen. Obwohl man sich von Seiten der Serienschöpfer bemüht hat, ähnliche Charaktere für die Rollen zu verpflichten, will der Funken noch nicht so richtig rüber springen. Wo Tyler Ross mit der Rolle des verträumten Columbus seinem Vorgänger noch recht nahe kommt, kann Maiara Walsh den frechen Charme von Emma Stone nicht vollwertig ersetzen. Auch das überdrehte Spiel von Kirk Ward wirkt zum Teil etwas bemüht. Das Urteil soll aber nicht all zu hart ausfallen. Dass ein Schauspielerwechsel von den Fans (zu denen wir auch gehören) erst einmal verdaut werden müsste, war ohnehin klar und dass viele Schauspieler erst nach einigen Episoden so richtig in ihre Rollen finden ist, vor allem bei Comedy-lastigen Serien, keine Seltenheit.

 

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(Noch) nicht im Ruhestand

Aber die Pilotfolge zeigt auch viele positive Ansätze, die Lust auf mehr machen. Columbus Regelkodex zum Überleben in Zombieland, der sich schon wie ein roter Faden durch den Kinofilm zog, ist natürlich auch wieder dabei. Dies ist ein Element, welches sich ideal ins Serienformat übernehmen lässt, und viele witzige Einlagen für die Zukunft verspricht. Außerdem zeigen die Macher, dass sie es verstehen den Charme, der den Kinofilm ausgemacht hat in Episodenform zu liefern. Szenen wie die Begegnung mit den blutrünstigen Zombie-Großeltern, das wiederholte Ableben von potentiellen Gruppenmitgliedern oder die anfangs erwähnte Einführungssequenz sind zugleich skurril und herrlich verrückt.

 

Fazit

Zusammenfassend lässt sich ein positives Fazit ziehen. Obwohl die Episode Schwächen aufweist, deutet sie einiges an Potential an und macht Lust auf mehr. Jeder Zombiefan sollte sich selber ein Bild von der Serie machen und idealerweise auf Amazon Originals für die Serie abstimmen. Wir hoffen, dass sich Zombieland bei der Zuschauerabstimmung durchsetzen wird und wir ab Herbst regelmäßig neue Geschichten aus Zombieland zu sehen bekommen. Leider können nur Nutzer aus Amerika die Folge auf Amazon angucken.

Beitrag von 

Adrian mag Zombieserien wie The Walking Dead oder Dead Set und lässt sich keinen guten Zombiefilm entgehen.

2 Responses to Zombieland Produktion gestoppt: Kritik von Fans

  1. […] erste Nominierung als Zombie der Woche geht an „Karl“ aus der Zombielandserie. Karl ist männlich, ca. 1,80 groß, hat kurze braune Haare und wurde bisher einmalig auf einer […]

  2. Wortpirat sagt:

    Das Budget des Piloten muss unterirdisch gewesen sein. Die Qualität eines Amateurfilms wird kaum überschritten. Gerade im Direktvergleich zum Film wirken selbst die Zwischenbilder lieblos und billig.

    Die schnelle Absetzung wundert mich also kaum.

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