Dead Island: Epidemic – Free 2 Play Spiel im Test

Dead Island: Epidemic – Free 2 Play Spiel im Test

Update: Leider wurde das Spiel eingestellt und die Server zum 15. Oktober 2015 abgeschaltet. Damit lief das Spiel nicht mal ein Jahr. Ich persönlich finde es schade, da Dead Island: Epidemic auf jeden Fall Spaß gemacht hat, auch wenn einige (kaufbare) Charaktere am Ende etwas zu stark waren. Das hätte man aber über Patches noch gut anpassen können.

Und schon wieder ein Artikel zu der Spielereihe Dead Island. Im Gegensatz zu Escape Dead Island handelt es sich hierbei aber nicht um ein 3rd Person oder EgoShooter:

Kampf um einen Punk bei Dead Island: Epidemic

Hier wird grade um einen Versorgungspunkt gekämpft

Das Free-2-Play Spiel Dead Island: Epidemic ist mittlerweile in der offenen Beta und kann somit von Jedem getestet werden. Damit steht das Spiel nach einer kurzen Registrierung jedem zum Download und Testen bereit. Das ZMOBA (Zombie Multiplayer Online Battle Arena) Spiel liegt mittlerweile in der Version 0.8 vor und bietet 2 Spielmodi. In dem Modus Crossroads (PvE) spielt man in einem 4er Team ausschließlich gegen computergesteuerte Zombies und erledigt verschiedene Missionen (z.B. Zivilisten aus Zombiekokons retten oder besonders fiese Bossgegner töten). Für das Erledigen der Missionen erhält man Ressource, die später in Erfahrungspunkte umgewandelt werden. Auch im zweiten Spielmodus Scavenger (PvP) muss man die Ressourcen sammeln. Dies geschieht hier allerdings durch das Einnehmen von Basen (bzw. Flaggen). Erschwert wird das durch die anderen 2 Teams, welche ebenfalls von 4 Spielern gesteuert werden.

PvE – oder – Tötet Zombies! Viele!

Manche Zombies in Dead Island: Epidemic können Spezialattacken

Manche Zombies können Spezialattacken

Für Dead Island: Epidemic Einsteiger ist es ratsam, sich erst einmal im PvE Modus auszutoben, um die die Spielmechaniken und den eigene Charakter kennen zu lernen. Seit Patch 0.7 wurde die Anzahl der zu erledigen Aufgaben gesenkt, so dass eine Runde Corssroads nun deutlich schneller zu spielen ist. Außerdem gibt es nun 4 Schwierigkeitsstufen, die man sich erst freispielen muss. Dadurch finden sich Spieler desselben Levels wesentlich leichter zusammen.

Leider ist die Abwechslung doch noch sehr gering: Die unterschiedlichen Karten, die es gibt, unterscheiden sich kaum voneinander und sehen sich alle sehr ähnlich. Viele verschiedene Missionen sucht man ebenfalls vergeblich, so dass man sehr schnell alle gesehen hat. Dazu kommt, dass sich die Missionen auch untereinander kaum unterscheiden. Grob kann man die Missionen in 3 Kategorien einteilen: Vorräte einsammeln, Zivilisten befreien bzw. eskortieren und extrastarke, mutierte Bosszombies töten. Je nachdem wie schnell man eine Mission erledigt, erhält man einen Gold, Silber, Bronze oder auch gar keinen Stern. Je nach Stern erhält man nun Ressourcen, die man in die Basis bringen muss. Am Spielende wird die Anzahl der Vorräte in Erfahrungspunkte umgewandelt.

Scavanger – Der PvP Modus von Dead Island: Epidemic

Auf der Urlaubsinsel von Dead Island: Epidemic wird mal wieder gekämpft!

Auf der Urlaubsinsel wird mal wieder gekämpft!

Wesentlich mehr Abwechslung gibt es im PvP Modus von Dead Island: Epidemic: Hier treten 3 Teams mit jeweils 4 Spielern gegeneinander an. Zusätzlich gibt es auch noch computergesteuerte Gegner, die aber meistens nur zum Erfahrungspunkte sammeln dienen. Davon gibt es in Dead Island: Epidemic 2 verschiedene Sorte. Mit den Erfahrungspunkten während einer Partie (die zu Beginn immer auf 0 stehen) kann man die Fähigkeiten seines Helden verbessern. Dann gibt es noch die Account-Erfahrungspunkte, die immer nach einer absolvierten Partie verliehen werden. Mit diesen werden (für alle Charaktere) Skill-Verbesserungen und Items freigeschaltet.

Im PvP Modus ist es Ziel, als erstes Team eine gewisse Anzahl von Ressourcen zu sammeln. Diese bekommt man, indem man Punkte einnimmt, die kontinuierlich Ressourcen liefern. Eine andere Möglichkeit ist der Hoarder. Diese Messie-Zombies lassen sich nur in der Gruppe besiegen, droppen dafür aber auch eine große Anzahl von Vorräten. In der Finalen Phase einer Partie lassen sich außerdem Vorräte der Mitspieler aus ihrem Laster klauen. Der Laster steht allerdings in der jeweiligen Basis, die durch Geschütztürme gut geschützt ist.

Mir hat vor allem der PvP Modus von Dead Island: Epidemic spaß gemacht, da sich dieser Modus wesentlich flotter und actionreicher spielt. Außerdem muss man hier mehr Wert auf die Taktik legen. Da es 3 Teams gibt, muss man eigentlich permanent seinen Gegner wechseln, damit nicht das 3te Team der lachende Sieger ist, während die anderen beiden sich nur untereinander bekämpfen.
Es ist also nützlich, wenn man mit einer festen Gruppe oder zumindest Freunden spielt. Dadurch lassen sich die Charaktere besser aufeinander abstimmen und man kann sich schon im vorherein Taktiken zurechtlegen oder diese während einer Partie schneller (zum Beispiel indem man Teamspeak nutz) ändern.

Charaktere, Waffen und Pay-2-win?

Bei den Waffen gibt es auch verrückte Exemplare - lustig! - Dead Island: Epidemic

Bei den Waffen gibt es auch verrückte Exemplare – lustig!

Wie bereits erwähnt bekommt man nach jeder Partie Erfahrungspunkte, mit dem das Accountlevel steigt. Außerdem hat man die Chance auf Blaupausen. Diese Blaupausen benötigt man, um bessere Waffen bauen zu können (die man aber erst mit dem entsprechenden Level nutzen kann). Dafür benötigt man Ressourcen oder ingame Geld, welches man ebenfalls nach einer absolvierten Partie enthält. Leider sind die Drops von nützlichen Blaupausen doch noch recht selten, da es verschiedene Waffentypen gibt, die je nach Charakter bzw. Spielweise besser oder eben weniger gut geeignet sind. Außerdem kann es vorkommen, dass die neuen Waffen ein niedrigeres Level als die aktuelle haben.

Insgesamt ist es aber ein gutes System, da man sich so seine Waffen selber zusammenstellen kann und sich eben auch nur die bevorzugten Waffentypen zusammenbauen kann. Weiter anpassen lassen sich die Waffen durch Modifikatoren. Je höher, das Waffenlevel, desto mehr (und bessere) Modifkiatoren lassen sich in die Waffe einsetzen. So kann man z.B. bestimmte Skills noch weiter anpassen und andere Boni bekommen und somit den Charakter bzw. die Waffen (in geringem Umfang) individualisieren und auf die Spielweise anpassen.

Erfreulich ist, dass man alle Charaktere freispielen kann, also nicht echtes Geld ausgeben muss. Das ist bei Free-2-Play spielen nicht selbstverständlich. Allerdings dauert es schon ziemlich lange, bis man genug Ingame-Währung gesammelt hat, um einen Charakter freizuschalten. Da helfen auch die täglichen Bonus-Rewards nicht weitere, da diese ziemlich gering ausfallen. Besonders neue Klassen sind sehr teuer, wohingegen die aufgemotzten Versionen der Startet Klassen schon für weniger zu haben sind. Allerdings sind diese auch nicht ganz so stark. Grundsätzlich sind alle Charakter ähnlich stark, zumindest was die Stats angeht. Allerdings unterscheiden sich die Fähigkeiten teilweise doch sehr stark und besonders die neuen Charaktere, wie z.B. Xian Mei (eine Schwertkämpferin, die sich klonen kann) sind sehr mächtig und erscheinen doch etwas unfair. Die Preise für neue Charaktere sind zwar relativ fair, unterscheiden sich aber krass: Für das billigste „No-Brainer“ Pack (2,99€) bekommt einen 2-Wöchigen Erfahrungspunkte Boost, Ingame Geld und einen Startcharakter. Das Armored Pack kostet schon 20€ und enthält neben Spielgeld schon 4 Charaktere. Für Spieler denen das Spiel (sehr) gefällt und die es oft spielen geht das noch in Ordnung. Es gibt auch noch das teuerste Mutated Pack (29,99€), indem ebenfalls 4 (starke) Charaktere enthalten sind. Ich finde, das billigste Pack bringt kaum etwas (kostet allerdings auch nur sehr wenig – top!) und das nächste ist fast schon zu teuer – hier wäre ein Kompromiss (z.B. einzelne Charaktere) super!

Mit Patch 0.7 von Dead Island: Epidemic hat außerdem ein neues System Einzug gehalten, dass die Matches fairer machen soll. So erhalten Charaktere mit einem schlechteren Infectionlevel (berechnet sich aus dem Accountlevel und der Waffenstufe) einen Bonus auf die Grundwerte (wie z.B. Leben oder Schaden), der sich an dem besten Spieler orientiert. Diese haben trotzdem noch einige Vorteile (z.B. mehr Mods in den Waffen oder mehr Fähigkeiten), damit sich das Leveln und aufmotzen von Waffen trotzdem lohnt. Wie sich die Balance weiterhin entwickelt, bleibt abzuwarten. Noch sind die kaufbaren Charaktere nicht zu übermächtig, auch  wenn es eine Tendenz in diese Richtung geht. Hoffentlich entwickelt sich Dead Island: Epidemic nicht zu einem Pay2Win-Spiel, bei dem zahlende Kunden einen Vorteil haben.

Grafik und Steuerung

Es gibt einige lustige Details zu entdecken - Dead Island: Epidemic

Es gibt einige lustige Details zu entdecken

Die Grafik ist bestimmt kein Highlight, allerdings völlig ausreichend. Im Kampfgetümmel hat man meistens eh keine Zeit sich die Umgebung anzugucken. Zumindest im Crossroads Modus sollte man das aber mal kurz tun, da einige lustige Anspielungen und Details in der Umgebung versteckt sind.

Die Steuerung ist etwas ungewöhnlich, da der Charakter mit den WASD Tasten durch die Gegen bewegt wird. Mit der Maus wird gezielt und geschossen bzw. zugehauen. Die Steuerung ist aber genau, funktioniert sehr intuitiv und man gewöhnt sich sehr schnell dran – ich wollte letztens schon meinen Diablo 3 charakter per WASD steuern 😉

Fazit

Insgesamt kann man sagen, das Spiel ist auf jeden Fall einen Blick wert – zumal es nichts kostet! Wie stark die Langzeitmotivation ist wird sich zeigen – ein paar mehr Karten und Missionen dürften es auf jeden Fall noch sein.
Wenn ihr noch Mitspieler sucht oder Fragen habt, schaut doch mal in der neuen Zombie-Planet.de Steam Gruppe vorbei – wir würden uns freuen!

Dead Island: Epidemic – der open Beta Trailer

Beitrag von 

Robert (24) ist schon seit einiger Zeit Zombie Fan. Am liebsten mag er Zombielfilme, Egoshooter und Indie-Games. Manchmal heckt er auch Überlebenspläne für den Fall eines Zombie Angriffs aus und hofft, dass diese verdammten Zombies dann nicht rennen können!

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