State of Decay: Test zum Survival-Adventure

State of Decay: Test zum Survival-Adventure

Momentan gibt es ja eine wahre Flut an Zombiespielen. Früher war dieses Genre noch eine Nische und als Zombie Fan musste man lange suchen, bis man ein (gutes) Spiel fand. Aufgrund einiger kommerziell erfolgreicher Spiele in der jüngsten Vergangenheit hat sich das geändert. Doch bei welchen der neuen Spiele lohnt sich der Kauf? Heute erzähle ich euch etwas über State of Decay, ein 3rd Person Survival Spiel. Da mir persönlich DayZ nach dem Lesen der ersten Berichte nicht wirklich zugesagt hat (zu wenig Spielspaß und zu viel „Stress“ um am Leben zu bleiben; darüber hinaus die Mitspieler und nicht die Zombies als größte Bedrohung), bin ich bei der Suche nach einem guten Zombiespiel auf State of Decay gestoßen.

State of Decay: Alleine, aber mit einer Gruppe, gegen Zombies

state of decay rasenmäher

Eine Homage an Braindead

Dieses Spiel kann ausschließlich im Singleplayer gespielt werden und bietet neben dem üblichen Kampf ums Überleben (Vorräte sammeln, Zombies töten) auch einen Basisbau und eine Gruppe, um die man sich kümmern muss. Kein Charakter kann die ganze Zeit alleine überleben, da diese nach einiger Zeit ermüden und, falls sie sterben, dauerhaft tot bleiben. Deshalb muss man diese regelmäßig wechseln. Jeder Charakter hat unterschiedliche Werte (z.B. Ausdauer oder Schießen) die durch das Ausführen der entsprechenden Tätigkeiten (z.B. Rennen oder eben Schießen) trainiert werden. Diese Verbesserungen sind direkt spürbar. Darüber hinaus muss man aber auch auf die Moral der Gruppe achten.
Falls sich z.B. 14 Menschen 8 Betten teilen müssen, dann schlägt das auf die Laune. Um solche Missstände zu verhindern kann man seine Basis (in einem relativ kleinem Umfang) ausbauen und die Gebäude upgraden. Da man dafür viele Materialien benötigt, dauert dies auch einige Zeit und motiviert auf Vorratssuche zu gehen. Dies tut man in State of Decay in einer offenen, frei begehbaren Welt. Damit man schneller von A nach B kommt darf man auch Autos benutzen. Deren Fahrphysik ist leider relativ schlecht und sie gehen schnell kaputt, was sich durch verschiedene Rauchwolken zeigt (GTA lässt grüßen).

Angeln, Untote, Militär – Sonst noch was?

Eine Story gibt es auch: Das Spiel beginnt mit den 2 Freunden Marcus und Ed, die von einem Angelausflug auf einer abgelegen Insel wiederkommen und sich nun plötzlich Zombies gegenübersehen. So weit, so unspektakulär. Später kommt dann auch noch die Armee ins Spiel, die das ganze Gebiet abriegelt. Wirklich spannend ist die Story meiner Meinung nach nicht, allerdings zweckdienlich und ein paar Wendungen bringen doch etwas Unterhaltung in die Geschichte. Neben den Hauptmissionen gibt es jedoch noch jede Menge Nebenmissionen, die uns z.B. auf eine Jagd nach einem besonders fiesen Zombie schicken oder uns die Möglichkeit geben, andere Überlebende zu retten, die sich dann unserer Gemeinschaft anschließen können. Doch hier zeigen sich auch eine der (leider) vielen Schwächen von State of Decay: Wenn ein befreundeter Charakter eine Mission anbietet kann man diesen nicht mehr spielen. Leider verrät das Spiel einem dies nicht und es gibt auch keine Anzeige, wer momentan welche Mission anbietet. Außerdem kann man Nebenmissionen nur eine bestimmte Zeit lang annehmen, danach verschwinden sie. Vor allem bei Rettungsmissionen kann dies nervig werden, da dann der betroffene Charaktere von den Zombies gefressen wird. Wenn es dabei einen Charakter mit hohem Level trifft, der obendrein noch eine gute Ausrüstung im Inventar hatte, ist dies besonders ärgerlich. Leider gibt es keine Anzeige, wie lange eine Mission noch verfügbar ist.

Viele Ideen, aber wie ist die Umsetzung?

state of decay splatter blut

Splatter Effekte gibt es bei Spezial-Attacken öfters zu sehen

Solche Probleme gibt es bei State of Decay häufiger: Es gibt viele (gute) Ideen, denen aber leider der letzte Feinschliff fehlt. Da es auch kein Tutorial gibt und alle Möglichkeiten von Anfang an zur Verfügung stehen, ist man am Anfang ziemlich verwirrt. Da man auch nie weiß, welche Funktionen permanent sind (wie z.B. der Tot oder das Skillen, das leider nicht sehr ausgeprägt ist), hat man immer etwas Angst etwas falsch zu machen, das man später nicht mehr beheben kann. Außerdem merkt man dem Spiel seine Konsolenherkunft an. Die Grafik ist zwar nicht grade das Gelbe vom Ei, allerdings vollkommen ausreichend. Besonders die Splattereffekte sind explizit dargestellt, was bestimmt einige hier freuen wird. Nerviger ist dabei die Steuerung, weswegen sich das Spiel mit einem Gamepad besser spielen lassen soll. Mit Tastatur und Maus geht es zwar auch ganz gut, im Menü ist diese Art der Steuerung aber umständlich.
Achtung Bug: Wenn das Spiel anzeigt, dass man Z für den Spezialangriff drücken soll, ist damit Y gemeint. Ursache hierfür ist das deutsche Tastaturlayout, bei dem (im Vergleich zum Amerikanischen) Z und Y vertauscht sind.

Bewertung zu State of Decay:

State of Decay kostet 18,99 Euro und es gibt ein DLC (5,99€), der ein Endlosspiel ermöglicht. Außerdem wird schon an einem zweiten DLC namens „Lifeline“ gearbeitet, bei dem man als Soldat Zivilisten retten soll. Auf einer Skala von 1-5 würde ich dem Spiel 4 Punkte geben, da es Spaß macht, die Zombieapokalypse überleben zu wollen und viele Möglichkeiten bietet, jedoch aufgrund vieler Detailfehler besonders am Anfang abschreckend wirkt.

Beitrag von 

Robert (24) ist schon seit einiger Zeit Zombie Fan. Am liebsten mag er Zombielfilme, Egoshooter und Indie-Games. Manchmal heckt er auch Überlebenspläne für den Fall eines Zombie Angriffs aus und hofft, dass diese verdammten Zombies dann nicht rennen können!

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